iCloud nach Microsoft Update für Outlook reaktivieren

Problem

Nach einem Update von Microsoft Outlook werden iCloud-Elemente wie bspw. Kalendereinträge, Kontakte oder Erinnerungen nicht mehr synchronisiert.

Ursache

Leider hat Outlook nach den regelmäßigen Microsoft-Updates für Office oftmals Probleme, das iCloud Add-In korrekt zu laden. Ohne dieses Add-In werden dann folgerichtig auch keine neuen Elemente mit der Apple iCloud synchronisiert. Leider schlägt oft auch das einfache Reaktivieren über die Outlook Einstellungen fehl. Das Netz ist voll von entsprechenden Fehlermeldungen und dem Hinweis einfach mal alles neu zu installieren…was mir dann ein wenig zu sehr nach der Holzhammermethode aussah.

Lösung

Gültig für Outlook 2016/2019 – andere Versionen können minimal abweichen. Wichtig ist es, diese Schritte im Outlook mit Admin-Rechten durchzuführen:

Microsoft Office-Add-Ins Dialog in Outlook
  1. Startet Outlook mit Administratorenrechten. Also bspw. Windowstaste -> Eingabe von Outlook , Rechtklick auf Outlook und "als Administrator starten"
  2. Navigiert anschließend in Outlook via Start -> Optionen -> Add-Ins zu den in Outlook registrierten Add-Ins. Insofern das Addin korrekt geladen wurde, erscheint es in der Liste “Aktive Anwendungs-Add-Ins” und alles sollte gut sein. Ihr müsst dann eigentlich nichts weiter veranlassen. 🙂 Ansonsten weiter bei Schritt 3.
  3. Befindet sich das iCloud Outlook Addin in der Liste der Inaktiven Anwendungs-Add-Ins, den Deaktivieren Anwendungs-Add-ins, dann wählt im gleichen Dialog unten unter Verwalten “COM-Add-Ins” und “Los…” aus.
  4. Im nun folgenden Dialog COM-Add-Ins wählt Ihr, falls vorhanden, das iCloud Outlook Addin aus und klickt rechts auf “Entfernen”. Bestätigt die Dialoge mit OK und schließt Outlook.
  5. Anschließend wieder Outlook mit Admin-Rechten starten: Windowstaste -> Eingabe von Outlook , Rechtklick auf Outlook und "als Administrator starten"
  6. In Outlook Erneut zu den COM-Add-Ins navigieren: Start -> Optionen -> Add-Ins und anschließend unten auf COM-Add-Ins und Los.
  7. Im COM-Add-Ins Dialog registriert Ihr das Add-in neu, indem Ihr auf Hinzufügen klickt und im kommenden Dialog zum Pfad für das Addin navigiert. Dieses befindet sich, insofern Ihr bei der Installation der iCloud Tools nichts verändert habt unter: C:\Program Files\Common Files\Apple\Internet Services und dort APLZOD32.dll
  8. Nach einem erneuten Start von Outlook mit normalen Rechten sollte das iCloud Outlook Addin wieder ordnungsgemäß funktionieren.
  9. Fertig.
Com-Add-ins Dialog von Outlook

Viel Spaß mit der Anleitung! Beachtet, dass für viele Schritte Admin-Rechte notwendig sind, sonst verzweifelt Ihr. Wie immer gilt: Alles ohne Gewähr und Feedback insb. Verbesserungsvorschläge von denen alle profitieren sind sehr willkommen!

Citavi-Zitationsstil für Hochschule Ludwigshafen

Als Gefallen für meine Freundin habe ich einen Zitationsstil (CCS-Datei) für das Literaturverwaltungsprogramm Citavi erstellt. Dieser erleichtert das Generieren von Literaturverzeichnissen. Die Datei kann einfach in Citavi eingebunden, ist an die Zitierrichtlinien der Hochschule Ludwigshafen angelehnt und bildet diese zu weiten Teilen ab. Er ist eine Variante meines Zitationsstils für das BWI der Uni Stuttgart.

Damit auch Ihr davon profitieren könnt, schicke ich Euch gerne die entsprechende Citavi-CCS-Datei gerne per E-Mail zu. Das ZIP-Archiv muss entpackt werden und anschließend die darin enthaltene Datei in den Citavi-Ordner für die Stile (z.B. den Unterordner “Custom Citation Styles”) kopiert werden. 

Nutzungsbedingungen

  • Die Nutzung des Zitationsstils erfolgt auf eigene Verantwortung bzw. ohne Gewähr. (“as is”)
  • Die modifizierte oder nicht modifizierte Weitergabe ist ohne vorherige Rückfrage nicht erlaubt. Gerne teile ich die Datei mit anderen Interessenten/Studierenden.
  • Als kleine Gegenleistung wünsche ich mir, dass Ihr auf mein Blog bzw. diesen Artikel hier verlinkt, um dem Blog ein weniger mehr Aufmerksamkeit zu schenken…
  • Feedback und Verbesserungsvorschläge sind willkommen! 🙂

Offene Punkte/Probleme mit dem Zitationsstil (Stand: 13.05.2020):

  • Die Formatierung von Einträgen des Typs “graue Literatur” in von Citavi generierten Literaturverzeichnissen ist nicht perfekt. Ich habe mir selber mit dem Workaround beholfen, die veröffentlichende Institution in den Titel des Beitrags zu schreiben und die anderen Felder zur Institution leer zu lassen. Das ist zwar im Sinne von Citavi bzw. einer sauberen Datenbasis nicht sauber, hat aber seinen Zweck hinsichtlich der Erfüllung der Zitierrichtlinien erfüllt. Da ich graue Literatur nur im geringen Maße verwendet habe, lässt sich dies vom Aufwand noch halbwegs sinnvoll realisieren.
  • Die Einträge bzw. Inhaltselemente Institution (Quellentyp: Internetquelle) und Hochschule (Quellentyp: Hochschulschrift) sind doppelt belegt.

Danke bereits im Voraus für die Berücksichtigung der Nutzungsbedingungen und offenen Punkte, sowie Euer Feedback! Ich freue mich, den Zitationsstil zusammen mit Euch weiterzuentwickeln, so dass möglichst viele Studierende davon profitieren können.

Ansonsten: Viel Spaß bei der Nutzung und viel Erfolg bei Eurer wissenschaftlichen Arbeit!

Windows Server 2019 RDS-Fehler: Der Remotedesktop-Lizenzierungsmodus ist nicht konfiguriert

Nach der Neuinstallation und erfolgreich durchlaufenen Aktivierung eines Remotedesktop- bzw. Terminalservers unter Windows Server 2019 bin ich auf das folgende Problem gestoßen: Es erscheint die Meldung: “Der Remotedesktop-Lizensierungsmodus ist nicht konfiguriert”. Zudem wir eine Grace-Period für die nachzuholende Aktivierung angezeigt, nach deren Ablauf die Remotedesktopservices den Betrieb einstellen bzw. keine Verbindung mehr annehmen.

Die Remotedesktoplizensierungs-Diagnose meldet ebenfalls zwei Fehler:
1. Der Lizenzierungsmodus für den Remotedesktop-Sitzungshostserver ist nicht konfiguriert.
2. Der Remotedesktop-Sitzungshostserver befindet sich innerhalb des Aktivierungszeitraums, aber der Remotedesktop-Sitzungshostserver ist nicht mit Lizenzservern konfiguriert”

Zwar lässt sich das Problem mittels einer Gruppenrichtlinie beseitigen. Eine gute Anleitung dazu gibt es hier. Ich wollte allerdings nicht diesen Weg gehen. Mittels zweier relativ einfacher Schritte (Befehle in Powershell und Änderung eines Schlüssels der Registry) lassen sich einerseits der Lizenzserver als auch der Lizensierungsmodus definieren. Hier die Schritte dazu:

Definieren des Lizensservers mittels Powershell

  1. Start -> powershell -> Rechs //Powershell als Administrator starten
  2. $obj = gwmi -namespace "Root/CIMV2/TerminalServices" Win32_TerminalServiceSetting
  3. $obj.GetSpecifiedLicenseServerList() //Auslesen der LIzenzserverliste
  4. $obj.SetSpecifiedLicenseServerList("FQDN des Terminalservers") //Bitte "FQDN des eigenen Lizenzservers für die Terminal Services eingetragen. Bspw. meinlizenzserver.meinedomaene.local
  5. $obj.GetSpecifiedLicenseServerList() //Auslesen der Lizenzserverliste und überprüfen, ob der FQDN richtig gesetzt ist.
  6. Die Powershell kann nun geschlossen werden.
Powershell. Die SpecifiedLSLIst darf anschließend nicht leer sein sondern sollte den FQDN des Lizenzservers enthalten.

Setzen des Lizenzierungsmodus in der Registry

  • Start -> Ausführen -> RegEdit //RegistryEditor Starten
  • Zum Pfad HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\RCM\Licensing Core navigieren.
  • Dort findet sich der DWORD Key: LicensingMode //falls der Schlüssel nicht existiert, dann diesen erstellen (DWORD).
  • Den Parameter der von 5 ändern. Entweder in
    • 2 - wenn die Lizenzierung per Device CAL erfolgen soll
    • 4 - wenn die Lizenzierung per User CAL erfolgen soll
LicenseMode REG_DWORD in der Registry

Nun muss noch der Terminalserver bzw. die Remotedesktopdienste neu gestartet werden und die Lizenzierungsprobleme sollten behoben sein. Viel Spaß damit! Wie immer ist diese Anleitung ohne Gewähr, Feedback ist sehr willkommen!

Automate the Boring Stuff with Python: Zweite Auflage

Am 29. Oktober 2019 ist die zweite Auflage des englischen Buches Automate the Boring Stuff with Python erschienen. Autor Al Sweigart macht es online kostenlos unter der Creative Commons License verfügbar. Auf no starch press bzw. Amazon gibt es die Druckversion. Wenn das Buch auch manchen Entwickler-Veteranen nicht vollständig überzeugen wird, bietet es dem Programmier- bzw. Python-Neuling eine gute Einführung in die Programmierung und Automatisierung von Routine-Aufgaben.

Cover, Quelle: https://automatetheboringstuff.com/

Das Buch beginnt mit einer Einführung in die grundlegenden Konzepte der Programmierung anhand von Python. Meines Erachtens ist dieser Teil anhand zahlreicher Beispiele auch für Anfänger einfach nachvollziehbar. Erfahrene mögen hier eher schneller drüber hinweg gehen bzw. fliegen.

Interessanter finde ich den zweiten Teil. In diesem wird anhand zahlreicher Beispiele das Automatisieren von Routineaufgaben dargestellt. Beispiele: Das Sortieren von Dateien, Sammeln von Informationen von verschiedene Webseiten, Bearbeiten von PDFs, Modifizieren von Word-Dateien, Excel-Tabellen bzw. Google Sheets. Das Versenden von Nachrichten via E-Mails in GMail oder SMS-Gateways werden auch thematisiert. Die Nachvollziehbarkeit des Codes für Neulinge steht dabei gegenüber der “Eleganz” des Codes. Er bricht daher bewusst mit manchem Stilmittel. Hier mögen Veteranen die Nase rümpfen. Auch ist dies nicht für jeden Anwendungsfall ein valides Vorgehen. Ich finde es jedoch hinsichtlich des Zweckes des Buches gut gewählt.

Zusammengefasst: Ein interessantes Buch für Einsteiger in Python bzw. Programmierneulinge. Python ist zudem wieder bzw. weiterhin im Kommen. Es wird bspw. für Machine Learning oder Data Science häufig eingesetzt. Auch das T3N Magazin setzt das Erlenen der Skriptsprache Python auf die “Bucketlist für 2020“. Daher mein Tipp: Schaut Euch das Buch an & viel Spaß beim Python-Lernen!

PS: Für die “Lesefaulen” gibt es auch einen Udemy-Kurs. Dieser ist jedoch nicht kostenfrei. Er wird aber mit 80% Discount unter Eingabe des Discount Codes “NOV2019” subventioniert!

Fixing unmerged python-exec: Gentoo Linux und Portage nach emerge -C python-exec reparieren

Beim Versuch konfliktäre Abhängigkeiten zwischen Paketen im Portage Paketmanager aufzulösen, habe ich python-exec mittels emerge -C von meinem Gentoo-Linux-System entfernt. Hinterher ist man oftmals schlauer… ;-). Anschließend waren dummerweise auf dem System weder portage (inkl. aller Tools wie emerge, revdep-rebuild) noch Python verfügbar. Somit konnte ich weder python-exec noch portage mittels der Gentoo Standardtools einfach wieder aufsetzen und das System fixen. Das dachte ich zumindest… 😉

Meine initiale Suche führte mich auf die “offizielle” Seite des Gentoo Projekts [3], die beschreibt, wie man ein nicht funktionierendes Portage generell manuell reparieren kann: Zwar finden sich auf diese Seite viele generische Hinweise, um Portage Probleme beseitigen. Ich würde allerdings in diesem Fall davon abraten, die dort genannten Schritte durchzuführen. Diese beziehen sich nicht speziell auf das oben genannte Problem (Auslöser: emerge -C python-exec) und verschlimmbessern die Situation unter Umständen. Ich habe dies getan, kontraproduktive Schritte ausgeführt und musste zahlreiche Schleifen/Umwege drehen, um das verschlimmbesserte Portage wieder gerade zu ziehen…

Vielmehr bin ich in den Gentoo Foren (Quellen [1], [2]) auf die nachfolgende Lösung gestoßen. In Kürze: Trotz eines emerge -C verbleiben die entsprechenden Binaries für emerge etc. auf dem System. Diese befinden sich bei mir bspw. unter /usr/lib/python-exec/python2.7/emerge (ggf. müsst Ihr je nach Python Version den Pfad anpassen…).

Anschließend kann man mittels der noch vorhanden Werkzeuge einfach python-exec wiederherstellen. Portage Dienste und Python sollten damit wieder funktionieren:

/usr/lib/python-exec/python2.7/emerge -1 dev-lang/python-exec
Hoffentlich konnte ich Euch damit etwas Zeit sparen. Solltet Ihr in die gleiche Falle wie ich gelaufen haben und hängen geblieben sein: Meldet Euch einfach, ggf. kann ich weiterhelfen!

Quellen:
[1]: https://forums.gentoo.org/viewtopic-p-7719268.html?sid=6874eea7b7dd5c57627428e9f8a1dfb3
[2]: https://forums.gentoo.org/viewtopic-p-7648990.html#7648990
[3]: https://wiki.gentoo.org/wiki/Project:Portage/Fixing_broken_portage

Windows CBS Log Datei wächst “unaufhaltsam”: CBS.log Dateien löschen und freien Speicherplatz schaffen

Das Problem: Unter Windows wächst die CBS.log Datei im Windows Log-Ordner (%WINDIR%\log\CBS – z.B. C:\WINDOWS\log\CBS ) ungehemmt an. Mich hat das Problem überrascht, als mein Laufwerk C: und die CBS.log aufgrund eines fehlgeschlagenen Windows-Updates voll gelaufen ist. Mehr zum spezifischen Problem mit Windows Update und CBS.logs hier und hier – soweit weiter unten.

chip.ch hat auf seiner zwei Tipps veröffentlicht, um die CBS.log zu löschen. Die Anleitung unten entspringt größtenteils dieser Quelle:

Variante 1: Löschen über die Windows Systemsteuerung
Hinweis: Bei den verschiedenen Windows Versionen sind die Schritt ggf. minimal unterschiedlich, z. B. bei Windows 10 (weniger Schritte). Das grundlegende Vorgehen ist jedoch immer wie unten beschrieben. Lasst Euch davon nicht abschrecken!

  • Drückt die Windows-Taste und gebt in die Suchleiste von Windows den Begriff “Datenträger” ein und klicken Sie auf die “Datenträgerbereinigung“. Auf Englisch: “Disk Cleanup”
  • Wählt im nächsten Schritt die Windows-Systemfestplatte (i.d.R. ist das Laufwerk C:) aus und bestätigt mit “OK”.
  • Anschließend wird die Festplatte wird nach zu löschenden Dateien und Ordnern durchsucht. Wartet, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Dieser Vorgang kann je nach Systemstatus einige Minuten in Anspruch nehmen. Bitte nicht ungeduldig werden, ansonsten müsst Ihr von vorne starten.
  • Klickt dann auf “Systemdateien bereinigen” / Englisch: “Clean up system files” (siehe Screenshot) und wählt abermals die Windows-Festplatte aus. Wartet, bis diese Überprüfung abgeschlossen ist.
  • Markieren Sie hier alle Dateien, die Sie löschen möchten, insb. die “vom Windows System generierte Windows-Fehlerbericht” bzw. Englisch: “System created Windows Error Reporting” sowie die Temporären Dateien / Temporary Files und bestätigen Sie mit “OK”.
  • Nach dem erfolgreichen Löschvorgang wird das Programm automatisch geschlossen und die CBS-Logdateien sollten verschwunden sein.

Variante 2: Manuelles Löschen der Dateien im Ordner

  • Öffnet den Windows-Explorer (Shortcut: Windows + E ) und wählt die Systemfestplatte (meistens Laufwerk C:)aus.
  • Navigieren Sie zum Ordner Windows > Log” > CBS
  • Markieren Sie alle Dateien und Unterordner und drücken Sie [Entf], um sie zu löschen.
  • Hinweis: Sollte eine Fehlermeldung auftauchen, dass das Löschen bestimmter Dateien nicht möglich ist, da tinstaller bzw. der TrustedInstaller von Windows Update noch Zugriff auf diese hat, so müssen zugehörige Prozesse via taskmanager beendet werden bzw. der Dienst TrustedInstaller beendet werden (via: start -> ausführen -> services.msc). Manchmal ist ein Neustart des Rechners notwendig, um Windows wirklich zum Löschen der Datei zu überreden (da dann der Trusted Installer bzw. Windows Update Dienst sauber neu gestartet wurde). Siehe hierzu auch dieser Foreneintrag
  • Die Dateien und Ordner werden vom System automatisch wieder erstellt.
  • Schauen Sie daher regelmäßig in diesen Ordner, um Dateien und Ordner zu löschen und Speicherplatz freigeben zu können.

Gründe für den Amoklauf der CBS.log und dadurch vollen Datenträger (entnommen aus giga.de )

Auslöser für dieses Fehlverhalten ist ein altbekannter Windows-Bug:

  • Das Windows Betriebssytem speichert die sogenannten Component-Based-Servicing-logs (CBS) im Ordner C:\Windows\Logs\CBS.
  • Wenn die derzeitige Datei CBS.log eine bestimmte Größe erreicht, benennt Windows die Datei um gemäß des Schemas CbsPersist_YYYYMMDDHHMMSS.log.
  • Danach versucht Windows die unbenannte Datei zu komprimieren.
  • Allerdings schlägt das manchmal aus verschiedenen Gründen fehl. Beispielsweise tritt ein Fehler auf wenn die Datei bereits 2 GB erreicht hat.
  • Während des Komprimierungsversuchs werden allerdings mehrere 100 MB im Ordner C:\Windows\Windows\Temp belegt.
  • Der Vorgang kann sich alle 20 Minuten wiederholen, wodurch irgendwann die Festplatte voll läuft und kein Speicherplatz mehr verfügbar ist.

Wie immer gilt: Alle Angaben ohne Gewähr und Einsatz auf eigenes Risiko. 

Windows Server 2016 – Windows Update Fehlercode 0x800705b4

Ich hatte in den letzten Monaten häufiger Probleme, die monatlichen Qualitätsrollups  unter Windows Server 2016 mit Hilfe der Windows Updates GUI in der Systemsteuerung zu installieren. So bereiteten bspw. die kumulativen Updates KB4284833 und KB4284880 wieder Probleme. Es scheitert nach langer Installationsdauer mit dem Windows Update Fehlercode 0x800705b4. Daher habe ich mich auf die Suche gemacht und in den Microsoft-Foren eine Möglichkeit gefunden, manuell die erfolgreiche Installation der entsprechenden Updates anzustoßen. Diese führt über das so genannte Server Konfigurationstool (Sconfig). Das Tool ist eigentlich für die Verwaltung und Konfiguration der abgespekten Windows Server Core-Installationen (ohne Windows GUI) gedacht ist. Es funktioniert auch bei den normalen Windows Server-Versionen hervorragend. Da es gängige Fehler in der Windows Update-Mechanik (Dienste, etc.) durch Neustarten und Löschen von Caches beseitigt, hilft es Windows Update-Probleme zu beseitigen.

Schritt-für-Schritt Anleitung, um mittel Sconfig Windows Updates ohne den Fehler 0x800705b4 durchzuführen:

  1. Vorbereitender Schritt: Windows Defender (Echtzeitschutz) für die nachfolgenden Schritte de-aktivieren. Ich habe gemerkt, dass dies die nachfolgenden Schritte spürbar beschleunigt.
  2. Start -> Ausführen
    • // Kommandozeile öffnen – Administratorrechte sollten für den aktuellen Benutzer vorhanden sein)
  3. Sconfig
  4. Im nun folgenden Dialog muss die Option 6 – “Updates herunterladen und installieren” ausgewählt werden:
  5. SConfig Tool, Auswahlmenü

    Auswahlmenü des Serverkonfigurationstools

  6. Anschließend wird abgefragt, ob alle verfügbaren Updates oder nur empfohlene Updates gesucht werden sollen. An dieser Stelle kann entweder A für “Alle” oder “E” für Empfohlene Updates ausgewählt werden.
    • // Ich habe mich im Folgenden immer für die Option “Alle” entschieden. Wird die andere Option (nur empfohlene Updates) gewählt, sehen die Screenshots minimal anders aus.
  7. Selektion der gewünschten Updates: Alle, oder nur die empfohlenen Updates

    Suche nach Updates. Optionen: Alle Updates suchen oder nur noch empfohlenen Updates suchen.

  8. Nun werden die verfügbaren Updates angezeigt. Bitte jetzt die gewünschten Updates auswählen: entweder “alle” zu installierenden Updates, “keine” oder “einzelne” Updates.
    • // Ich habe mich wieder für die Option “alle” entschieden. Siehe oben.
  9. Nun starten nacheinander das Herunterladen und anschließend die Installation der Updates.
    • // Dies kann je nach Auswahl einige Zeit in Anspruch nehmen. Bitte plant ausreichend Zeit ein.
  10. Herunterladen und anschließende Installation der Updates - bitte Zeit einplanen!

    Herunterladen und anschließende Installation der Updates – bitte Zeit einplanen!

  11. Die Installation sollte ohne den Fehlercode 0x800705b4 abgeschlossen werden.
  12. Windows Defender wieder aktivieren.

Wie immer gilt: Alle Angaben ohne Gewähr und Einsatz auf eigenes Risiko. Viel Erfolg beim Update Eures Windows 2016 Servers – hoffentlich ohne 0x800705b4 ;-). Feedback ist willkommen!

Update 05. Juli 2018: Auf Giga.de gibt es weitere Hilfestellungen, falls die o.g. Vorgehensweise das Problem nicht beseitigt.

Officeconnectstore.com: fake invoice

Samstag, 9:00 Uhr morgens in Böblingen: Ich habe meinen ersten Kaffee getrunken, denke nichts Böses und laufe zum Briefkasten. Beim Sichten der Postsendungen erhöht sich jedoch mein Pulsschlag. Was ist passiert? Die Firma Officeconnectstore.com aus Spanien hat uns eine saftige Rechnung über einen Betrag von 980 EUR geschickt. Die Rechnung ist unten dargestellt. Genauer für eine Leistung mit dem Namen “Extended Business License”. Diese enthält “flexible and familiar tools for collaboration across teams, devices and platforms”. Das wäre möglicherweise eine tolle Sache, hätte ich diese Lizenz auch tatsächlich bestellt. So bin ich jedoch über diese “Rechnung” und deren Höhe überrascht.

Fakerechnung der Fa. OFFICECONNECTSTORE, Seite 1

Nachdem mir dies komisch vorkommt, bemühe ich Google. Mehrere Webseiten warnen eindringlich vor einer Betrugsmasche mit diesen Rechnungen. Nachdem diese zunächst in den Niederlanden angewandt wurde, schwappt dieser Betrugsversuch nun scheinbar auf andere Länder wie bspw. Deutschland über. Mehr Infos dazu unter: Mimikama, spam-info.de oder pctipp.ch. Die Empfänger (Zielgruppe: Gewerbetreibende) sollen dazu verleitet werden, diese “Rechnung” im Alltagsgeschäft ohne genauere Prüfung vorschnell anzuweisen… Meines Erachtens ist dieses Vorgehen “nicht gerade die feine Art”. Aber die gute Nachricht lautet: Grundsätzlich könnt Ihr solche “Rechnungen” ignorieren, denn sie stellen SPAM auf dem klassischen Postweg dar. Dies wird deutlich, wenn man die Rückseite der Rechnung betrachtet (siehe unten). Es handelt sich um “Angebote, die durch eine Zahlung angenommen werden”. Zahlt man sie nicht, nimmt man das entsprechende Angebot auch nicht an.

Seite 2 der Fakerechnung

Fakerechnung der Fa. OFFICECONNECTSTORE, Seite 2

Anmerkung: Dem aufmerksamen Leser fällt u.a. auf, dass die Firma auf einmal nicht mehr wie auf der Vorderseite in Spanien sondern in den Seychellen angesiedelt sein soll, usw…. ein Schelm wer böses dabei denkt.

Fazit: Wie könnt Ihr mit solchen Fake-Rechnungen umgehen?

  • Zunächst: Nicht zahlen. Lasst Euch nicht von einer Rechnung per Briefpost verunsichern. Diese erscheint zwar zunächst formaler als eine SPAM-E-Mail bzw. Fakerechnung per E-Mail. Der Charakter solcher Nachrichten ist allerdings ähnlich: Man erhält unaufgefordert eine Nachricht, die man nicht beachten muss. Somit gilt: Insofern Ihr nicht zufälligerweise eine Bestellung für den genannten Artikel aufgegeben habt, müsst Ihr natürlich auch zugehörige Rechnungen nicht bezahlen. Schlimmer: Eine mögliche Zahlung könnte sogar als Annahme eines Angebotes betrachtet werden (siehe Rückseite des Schreibens . In der Folge habt Ihr ggf. mit weiteren Scherereien zu kämpfen und es wird meistens recht schwer, Euer bereits gezahltes Geld zurück zu erhalten. Genau darauf spekulieren die Firmen. Also: Nicht zahlen, wenn Ihr den/die Artikel nicht bestellt habt!
  • Solltet Ihr noch Bedenken haben: Legt einfach Widerspruch gegen die Rechnung ein! Nachfolgende E-Mail kann als Vorlage für einen Widerspruch genutzt werden. Dieser Widerspruch dient vornehmlich dazu, Euer Gewissen zu beruhigen. Denn eigentlich könnte man der Rückseite des Schreibens zufolge, die Rechnung ignorieren: Ihr habt ein Angebot erhalten, welches Ihr nicht annehmt – damit sollte der Fall erledigt sein. Aber: sicher ist sicher…

Dear Sir or Madam,

today we received your invoice (reference #: hier reference number einfügen) via mail.

We didn’t ordered any product from you, esp. no product called “Extended Business License”. Therefore, we treat this invoice as a mistake caused by you and reject the beforementioned invoice.

Can you kindly confirm that you received our email and cancel the according invoice? Moreover, we reject all further invoices from your company since we don’t like to conduct business in such a manner.

If we don’t receive any reply from you until Datum einfügen EoB, we treat your silence as acceptance. Thank you!

Sincerely,

Kommentar: Bitte passt das Schreiben an Eure Bedarfe an… Darüber hinaus übernehme keine Gewährleistung für irgendwelche Rechtsstreitigkeiten. Ich hoffe aber mit diesem Beitrag zur Blutdrucksenkung des einen oder anderen Lesers beitragen zu können, der eine ähnliche Nachricht erhalten hat… 🙂

Google Maps Karte mit Zugangsdaten und Standorttipps für WiFis/WLAN auf Flughäfen etc. weltweit

Bei Auslandsreisen benutze ich regelmässig die Apps FreeWifi-Finder (https://itunes.apple.com/en/app/free-wifi-finder/id411134124?mt=8) oder die WLANMap, um einen kostenfreien Internetzugang via WLAN zu erhalten. Diese Apps listen kostenlose Zugangsmöglichkeiten ortsbezogen auf. Meistens sind in diesem Apps jedoch leider nur freie WLANs ohne Passwortschutz bzw. ohne WPS/WPS2 Verschlüsselung enthalten. In den letzten Tagen ist eine interessante Alternative zu diesen Applikationen aufgetaucht. Sie wurde daher auch gleich auf den verschiedenen  IT-Portalen angepriesen: Der Blogger Anil Polat hat eine Liste kostenloser WiFi-Hotspots in Flughäfen sowie den dort auffindbaren Lounges erstellt. Zudem stellt er die notwendigen Kennwörter bereit, um sich mit den WLANs sicher zu verbinden. Enthalten sind u.A. die Flughäfen in Amsterdam (AMS), Frankfurt (FRA), Istanbul, Mexico City (MEX), New York (JFK), Rom (Fiumicino) etc. Noch besser: Es gibt sogar konkrete Hinweise, wo sich die entsprechenden WiFi-Hotspots (Lounges, Läden, …) befinden. Dies erleichtert das Auffinden und reduziert die Suchzeiten. Probiert es doch einmal aus! Die Liste bzw. Google Maps Karte ist unter der nachfolgenden URL verfügbar: https://foxnomad.com/2013/06/11/how-to-get-wireless-passwords-at-airports-when-they-dont-have-free-wifi/ . Die Liste wird regelmässig aktualisiert.

Viel Spaß und frohes, möglichst kostenfreies Surfen! 🙂

Update 23.10.2016: Inzwischen hat Anil Polat  eine zugehörige App entwickelt+gelauncht. Diese ist in den Appstores iTunes, Google Play bzw. auf Amazon verfügbar. Die URLs zum Download der App findet sich hier: https://foxnomad.com/2016/04/26/map-wireless-passwords-airports-lounges-around-world-updated-regularly/.

Meilenstein im Machine Learning?

Die letzten Wochen habe ich mich beruflich intensiver mit dem Thema Machine Learning beschäftigt. Das Thema AlphaGo war dabei nahezu omnipräsent. Hierbei ging es, vereinfacht gesagt, um eine AI, die das Spiel Go “erlernen” und letztendlich auch gegen einen Großmeister zu einem Match antreten soll. Nachdem nun die erste “Schlacht” zwischen Mensch und Maschine mit positiven Ausgang für die AI geschlagen wurde, hat Wired einen interessanten Artikel dazu veröffentlicht: http://www.wired.com/2016/03/googles-ai-wins-first-game-historic-match-go-champion/  

Update (12.03.2016): in der Zwischenzeit ist das Duell ziemlich einseitig mit einem Sieg für AlphaGo zu Ende gegangen. Siehe auch folgender Spiegel Online Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/go-duell-software-alphago-siegt-gegen-lee-sedol-a-1081975.html

 

Microservices architecture: advantages and drawbacks

Im Rahmen meiner Dissertation habe ich mich u.a. mit den Vorzügen und Nachteilen modularer Architekturen und deren Auswirkung auf die Gestaltung von Plattformen und deren Softwareökosysteme auseinandergesetzt. Insb. der Microservice-Ansatz (siehe auch: http://microservices.io/patterns/microservices.html) als eine Ausprägung davon bekommt in der Praxis dabei in letzter Zeit verstärkt Aufmerksamkeit – man könnte von einem Hype sprechen. Allerdings haben modulare Architekturen und insbesondere Microservices auch ihre Nachteile – mit Auswirkungen auf technischer aber auch auf organisationaler Ebene (Komplexität, …). Diese scheinen jedoch in der Praxis oft vernachlässigt zu werden. M.E. sollte jedoch vor einem Schwenk auf eine solche Architektur die Vor- und Nachteile, die mit Microservices einhergehen, abgewogen und diskutiert werden. Als Startpunkt: die nachfolgenden Artikel versuchen die Vor- und Nachteile auf einem hohen Abstraktionsniveau zusammenzufassen.

Ich werde versuchen, in den nächsten Wochen ein paar ergänzende Inhalte (detailliertere) dazu zu posten… Insb. das Thema “Pricing” bzw. die Preisgestaltung von Microservices in der Cloud hat es mir derzeit angetan.

Wieder aktuell mit der Veröffentlichung von iOS 9: Nicht ausreichend Speicher auf iOS-Device vorhanden – Limit kann mithilfe von iTunes umgangen werden.

Zwar ist das Update auf iOS9  weniger speicherintensiv als noch das iOS8-Update (siehe http://www.macerkopf.de/2015/06/09/app-thinning-ios9-update-gb/). Hat man bspw. iOS 8.4.1 als Grundlage, braucht man nur noch ungefähr 1,8 GByte freien Platz auf dem Gerät, wenn man ein Over-the-Air-Update mit der Downloaddatei (Größe ca. 1GB) macht. Bei nahezu voller Belegung des Speicherplatz (insb. auf 16GB Devices) können allerdings auch weiterhin entsprechende Fehlermeldungen (“zu wenig Speicherplatz”) und Probleme beim Over-the-Air-Update direkt am iPhone/iPad auftreten. Im nachfolgenden Blogpost hatte ich dieses Thema bereits schon einmal aufgegriffen. Damals im Kontext des iOS 8.0 Updates, welches deutlich mehr Speicherplatz benötigt hatte. Die grundsätzlichen Aussagen gelten auch weiterhin:

https://www.doktorlatte.de/ios-8-0-update-braucht-ca-6gb-freien-speicher/

Die Kurzform: Sollte das over-the-air-Update von iOS 9 auf Eurem Gerät mangels Speicherplatz fehlschlagen, dann stellt das Update via iTunes Software auf Eurem Windows- bzw. Mac-Rechner einen Workaround dar. Denn hierbei wird, vereinfacht ausgedrückt, die neue iOS Version nicht auf Eurem iPhone oder iPad sondern auf dem lokalen Rechner entpackt.

Update: Danke für die Hinweise zum verringerten Speicherbedarf von iOS9 gegenüber iOS8 (@Olaf, der mal wieder der Schnellere war, und Chris). Ich habe die Überschrift entsprechend angepasst.