Windows CBS Log Datei wächst “unaufhaltsam”: CBS.log Dateien löschen und freien Speicherplatz schaffen

Das Problem: Unter Windows wächst die CBS.log Datei im Windows Log-Ordner (%WINDIR%\log\CBS – z.B. C:\WINDOWS\log\CBS ) ungehemmt an. Mich hat das Problem überrascht, als mein Laufwerk C: und die CBS.log aufgrund eines fehlgeschlagenen Windows-Updates voll gelaufen ist. Mehr zum spezifischen Problem mit Windows Update und CBS.logs hier und hier – soweit weiter unten.

chip.ch hat auf seiner zwei Tipps veröffentlicht, um die CBS.log zu löschen. Die Anleitung unten entspringt größtenteils dieser Quelle:

Variante 1: Löschen über die Windows Systemsteuerung
Hinweis: Bei den verschiedenen Windows Versionen sind die Schritt ggf. minimal unterschiedlich, z. B. bei Windows 10 (weniger Schritte). Das grundlegende Vorgehen ist jedoch immer wie unten beschrieben. Lasst Euch davon nicht abschrecken!

  • Drückt die Windows-Taste und gebt in die Suchleiste von Windows den Begriff “Datenträger” ein und klicken Sie auf die “Datenträgerbereinigung“. Auf Englisch: “Disk Cleanup”
  • Wählt im nächsten Schritt die Windows-Systemfestplatte (i.d.R. ist das Laufwerk C:) aus und bestätigt mit “OK”.
  • Anschließend wird die Festplatte wird nach zu löschenden Dateien und Ordnern durchsucht. Wartet, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Dieser Vorgang kann je nach Systemstatus einige Minuten in Anspruch nehmen. Bitte nicht ungeduldig werden, ansonsten müsst Ihr von vorne starten.
  • Klickt dann auf “Systemdateien bereinigen” / Englisch: “Clean up system files” (siehe Screenshot) und wählt abermals die Windows-Festplatte aus. Wartet, bis diese Überprüfung abgeschlossen ist.
  • Markieren Sie hier alle Dateien, die Sie löschen möchten, insb. die “vom Windows System generierte Windows-Fehlerbericht” bzw. Englisch: “System created Windows Error Reporting” sowie die Temporären Dateien / Temporary Files und bestätigen Sie mit “OK”.
  • Nach dem erfolgreichen Löschvorgang wird das Programm automatisch geschlossen und die CBS-Logdateien sollten verschwunden sein.

Variante 2: Manuelles Löschen der Dateien im Ordner

  • Öffnet den Windows-Explorer (Shortcut: Windows + E ) und wählt die Systemfestplatte (meistens Laufwerk C:)aus.
  • Navigieren Sie zum Ordner Windows > Log” > CBS
  • Markieren Sie alle Dateien und Unterordner und drücken Sie [Entf], um sie zu löschen.
  • Hinweis: Sollte eine Fehlermeldung auftauchen, dass das Löschen bestimmter Dateien nicht möglich ist, da tinstaller bzw. der TrustedInstaller von Windows Update noch Zugriff auf diese hat, so müssen zugehörige Prozesse via taskmanager beendet werden bzw. der Dienst TrustedInstaller beendet werden (via: start -> ausführen -> services.msc). Manchmal ist ein Neustart des Rechners notwendig, um Windows wirklich zum Löschen der Datei zu überreden (da dann der Trusted Installer bzw. Windows Update Dienst sauber neu gestartet wurde). Siehe hierzu auch dieser Foreneintrag
  • Die Dateien und Ordner werden vom System automatisch wieder erstellt.
  • Schauen Sie daher regelmäßig in diesen Ordner, um Dateien und Ordner zu löschen und Speicherplatz freigeben zu können.

Gründe für den Amoklauf der CBS.log und dadurch vollen Datenträger (entnommen aus giga.de )

Auslöser für dieses Fehlverhalten ist ein altbekannter Windows-Bug:

  • Das Windows Betriebssytem speichert die sogenannten Component-Based-Servicing-logs (CBS) im Ordner C:\Windows\Logs\CBS.
  • Wenn die derzeitige Datei CBS.log eine bestimmte Größe erreicht, benennt Windows die Datei um gemäß des Schemas CbsPersist_YYYYMMDDHHMMSS.log.
  • Danach versucht Windows die unbenannte Datei zu komprimieren.
  • Allerdings schlägt das manchmal aus verschiedenen Gründen fehl. Beispielsweise tritt ein Fehler auf wenn die Datei bereits 2 GB erreicht hat.
  • Während des Komprimierungsversuchs werden allerdings mehrere 100 MB im Ordner C:\Windows\Windows\Temp belegt.
  • Der Vorgang kann sich alle 20 Minuten wiederholen, wodurch irgendwann die Festplatte voll läuft und kein Speicherplatz mehr verfügbar ist.

Wie immer gilt: Alle Angaben ohne Gewähr und Einsatz auf eigenes Risiko.