X11-Forwarding für Mac OS X einrichten

Wie man bei Lektüre dieses Blogs sicherlich bereits vermuten kann, beschäftige ich mich derzeit mit der Einrichtung meiner „neuen“ Apple MacBoock Air/Mac Book Pro bzw. Mac OS X Yosemite. Insb. bin ich auf der Suche nach Lösungen, meine bisher „lieb gewonnenen“ Anwendungen von Linux bzw. Windows auch auf dem Mac zum Laufen zu bekommen bzw. abbilden zu können.

Eines dieser Anwendungensszenarien ist der Verbindungsaufbau zu Linux/Unix-Maschinen via SSH inkl. X11-Forwarding. Dieses benötige ich, wenn ich via SSH auf entfernte Server und deren X11-System sowie darauf aufbauende Anwendungen (Browser auf der Zielmaschine, Acronis Konsole, …) zugreifen möchte.

Hierzu benötigt man zuerst eine X11-Unterstützung im Mac OS X-Betriebssystem. Leider hat Apple die X11-Komponente aus Mac OS X entfernt und deren Weiterentwicklung in ein gesondertes Community-Projekt mit dem Namen „XQuartz“ ausgelagert. Man muss also zumindest unter neueren Mac OS X Varianten wie Yosemite, el Capitan oder neuer zunächst auf der Website des Projekts das entsprechende Installationspaket herunterladen und installieren. Die Installation nimmt ein paar Minuten in Anspruch… so dass man sich (zumindest ich) gut und gerne kurz einen Kaffee holen kann. 🙂

Nachdem man diesen Schritt durchgeführt und XQuartz installiert hat, muss man „nur noch“ eine SSH-Verbindung mit X11-Forwarding aufbauen bzw. in der Verbindungssoftware konfigurieren. Ich verwende dafür das Tool Royal TS in der OS X-Variante. Genauso gut kann man aber auch in der Shell direkt eine Verbindung mittels des openssh-clients aufbauen:

ssh -X <usernameremote>@<remotemachine>

Anschließend sollte der Zugriff und das X11-Forwarding mittels SSH auf die entfernte Maschine funktionieren.

Ggf. lohnt sich auch, je nach Leitung, die Aktivierung der Kompression mittels des Parameters -C, also:

ssh -X -C <usernameremote>@<remotemachine>

Für weitere Hilfen bzw. Optionen würde ich empfehlen, entweder die man-page des openssh-clients durch Eingabe von „man ssh“ in der Shell bzw. dem Terminal oder die Website des XQuartz-Projektes zu konsultieren.

Viel Spaß damit… ! 🙂

 

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