Independent.co.uk: What the world’s nations are best at, revealed in one map

Kurzmitteilung

Funny: From Argentina’s horse meat to Papua New Guinea’s diversity; from Nigeria’s scrabble players to Paraguay’s positivity. This map pinpoints every nation to be the best at something: http://www.independent.co.uk/news/world/map-reveals-what-worlds-nations-best-at-a7462711.html . According to this Germany is best in creating… passports and therefore very nice? 🙂

Officeconnectstore.com: fake invoice

Samstag, 9:00 Uhr morgens in Böblingen: Ich habe meinen ersten Kaffee getrunken, denke nichts Böses und laufe zum Briefkasten. Beim Sichten der Postsendungen erhöht sich jedoch mein Pulsschlag. Was ist passiert? Die Firma Officeconnectstore.com aus Spanien hat uns eine saftige Rechnung über einen Betrag von 980 EUR geschickt. Die Rechnung ist unten dargestellt. Genauer für eine Leistung mit dem Namen „Extended Business License“. Diese enthält „flexible and familiar tools for collaboration across teams, devices and platforms“. Das wäre möglicherweise eine tolle Sache, hätte ich diese Lizenz auch tatsächlich bestellt. So bin ich jedoch über diese „Rechnung“ und deren Höhe überrascht.

Fakerechnung der Fa. OFFICECONNECTSTORE, Seite 1

Nachdem mir dies komisch vorkommt, bemühe ich Google. Mehrere Webseiten warnen eindringlich vor einer Betrugsmasche mit diesen Rechnungen. Nachdem diese zunächst in den Niederlanden angewandt wurde, schwappt dieser Betrugsversuch nun scheinbar auf andere Länder wie bspw. Deutschland über. Mehr Infos dazu unter: Mimikama, spam-info.de oder pctipp.ch. Die Empfänger (Zielgruppe: Gewerbetreibende) sollen dazu verleitet werden, diese „Rechnung“ im Alltagsgeschäft ohne genauere Prüfung vorschnell anzuweisen… Meines Erachtens ist dieses Vorgehen „nicht gerade die feine Art“. Aber die gute Nachricht lautet: Grundsätzlich könnt Ihr solche „Rechnungen“ ignorieren, denn sie stellen SPAM auf dem klassischen Postweg dar. Dies wird deutlich, wenn man die Rückseite der Rechnung betrachtet (siehe unten). Es handelt sich um „Angebote, die durch eine Zahlung angenommen werden“. Zahlt man sie nicht, nimmt man das entsprechende Angebot auch nicht an.

Seite 2 der Fakerechnung

Fakerechnung der Fa. OFFICECONNECTSTORE, Seite 2

Anmerkung: Dem aufmerksamen Leser fällt u.a. auf, dass die Firma auf einmal nicht mehr wie auf der Vorderseite in Spanien sondern in den Seychellen angesiedelt sein soll, usw…. ein Schelm wer böses dabei denkt.

Fazit: Wie könnt Ihr mit solchen Fake-Rechnungen umgehen?

  • Zunächst: Nicht zahlen. Lasst Euch nicht von einer Rechnung per Briefpost verunsichern. Diese erscheint zwar zunächst formaler als eine SPAM-E-Mail bzw. Fakerechnung per E-Mail. Der Charakter solcher Nachrichten ist allerdings ähnlich: Man erhält unaufgefordert eine Nachricht, die man nicht beachten muss. Somit gilt: Insofern Ihr nicht zufälligerweise eine Bestellung für den genannten Artikel aufgegeben habt, müsst Ihr natürlich auch zugehörige Rechnungen nicht bezahlen. Schlimmer: Eine mögliche Zahlung könnte sogar als Annahme eines Angebotes betrachtet werden (siehe Rückseite des Schreibens . In der Folge habt Ihr ggf. mit weiteren Scherereien zu kämpfen und es wird meistens recht schwer, Euer bereits gezahltes Geld zurück zu erhalten. Genau darauf spekulieren die Firmen. Also: Nicht zahlen, wenn Ihr den/die Artikel nicht bestellt habt!
  • Solltet Ihr noch Bedenken haben: Legt einfach Widerspruch gegen die Rechnung ein! Nachfolgende E-Mail kann als Vorlage für einen Widerspruch genutzt werden. Dieser Widerspruch dient vornehmlich dazu, Euer Gewissen zu beruhigen. Denn eigentlich könnte man der Rückseite des Schreibens zufolge, die Rechnung ignorieren: Ihr habt ein Angebot erhalten, welches Ihr nicht annehmt – damit sollte der Fall erledigt sein. Aber: sicher ist sicher…

Dear Sir or Madam,

today we received your invoice (reference #: hier reference number einfügen) via mail.

We didn’t ordered any product from you, esp. no product called “Extended Business License”. Therefore, we treat this invoice as a mistake caused by you and reject the beforementioned invoice.

Can you kindly confirm that you received our email and cancel the according invoice? Moreover, we reject all further invoices from your company since we don’t like to conduct business in such a manner.

If we don’t receive any reply from you until Datum einfügen EoB, we treat your silence as acceptance. Thank you!

Sincerely,

Kommentar: Bitte passt das Schreiben an Eure Bedarfe an… Darüber hinaus übernehme keine Gewährleistung für irgendwelche Rechtsstreitigkeiten. Ich hoffe aber mit diesem Beitrag zur Blutdrucksenkung des einen oder anderen Lesers beitragen zu können, der eine ähnliche Nachricht erhalten hat… 🙂

Meilenstein im Machine Learning?

Die letzten Wochen habe ich mich beruflich intensiver mit dem Thema Machine Learning beschäftigt. Das Thema AlphaGo war dabei nahezu omnipräsent. Hierbei ging es, vereinfacht gesagt, um eine AI, die das Spiel Go „erlernen“ und letztendlich auch gegen einen Großmeister zu einem Match antreten soll. Nachdem nun die erste „Schlacht“ zwischen Mensch und Maschine mit positiven Ausgang für die AI geschlagen wurde, hat Wired einen interessanten Artikel dazu veröffentlicht: http://www.wired.com/2016/03/googles-ai-wins-first-game-historic-match-go-champion/  

Update (12.03.2016): in der Zwischenzeit ist das Duell ziemlich einseitig mit einem Sieg für AlphaGo zu Ende gegangen. Siehe auch folgender Spiegel Online Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/go-duell-software-alphago-siegt-gegen-lee-sedol-a-1081975.html

 

Wieder aktuell mit der Veröffentlichung von iOS 9: Nicht ausreichend Speicher auf iOS-Device vorhanden – Limit kann mithilfe von iTunes umgangen werden.

Zwar ist das Update auf iOS9  weniger speicherintensiv als noch das iOS8-Update (siehe http://www.macerkopf.de/2015/06/09/app-thinning-ios9-update-gb/). Hat man bspw. iOS 8.4.1 als Grundlage, braucht man nur noch ungefähr 1,8 GByte freien Platz auf dem Gerät, wenn man ein Over-the-Air-Update mit der Downloaddatei (Größe ca. 1GB) macht. Bei nahezu voller Belegung des Speicherplatz (insb. auf 16GB Devices) können allerdings auch weiterhin entsprechende Fehlermeldungen („zu wenig Speicherplatz“) und Probleme beim Over-the-Air-Update direkt am iPhone/iPad auftreten. Im nachfolgenden Blogpost hatte ich dieses Thema bereits schon einmal aufgegriffen. Damals im Kontext des iOS 8.0 Updates, welches deutlich mehr Speicherplatz benötigt hatte. Die grundsätzlichen Aussagen gelten auch weiterhin:

http://www.doktorlatte.de/ios-8-0-update-braucht-ca-6gb-freien-speicher/

Die Kurzform: Sollte das over-the-air-Update von iOS 9 auf Eurem Gerät mangels Speicherplatz fehlschlagen, dann stellt das Update via iTunes Software auf Eurem Windows- bzw. Mac-Rechner einen Workaround dar. Denn hierbei wird, vereinfacht ausgedrückt, die neue iOS Version nicht auf Eurem iPhone oder iPad sondern auf dem lokalen Rechner entpackt.

Update: Danke für die Hinweise zum verringerten Speicherbedarf von iOS9 gegenüber iOS8 (@Olaf, der mal wieder der Schnellere war, und Chris). Ich habe die Überschrift entsprechend angepasst.

Meine Dissertation „Softwareplattformen für Unternehmenssoftwareökosysteme“ ist im Eul Verlag erschienen. :-)

Und kann bspw. bei Amazon, aber auch direkt beim Verlag erworben werden…  Das Buch ist in Auszügen (Leseprobe) auch auf Google Books verfügbar. 🙂

Cover Lars Oliver Mautsch Softwareplattformen für Unternehmenssoftwareökosysteme

 

Hier der Klappentext:

Beeinflusst durch Megatrends, wie bspw. die Globalisierung und Individualisierung, sind Softwarefirmen im Umfeld von Unternehmenssoftware immer seltener in der Lage, die von den Kunden gewünschten Leistungen komplett eigenständig in effizienter Art und Weise zu erbringen. Vielmehr sind sie zunehmend von den komplementären Leistungen Dritter, wie bspw. Partnern und Kunden, abhängig. Durch die Kooperation mit diesen Akteuren entstehen Wertschöpfungsnetzwerke, sogenannte Unternehmenssoftwareökosysteme.
Erfolgreiche Beispiele im IT-Umfeld stellen die Softwareökosysteme von Microsoft, salesforce oder SAP dar. Dank der Partnerschaften mit Anbietern von komplementärer Software und/oder komplementären Dienstleistungen, integriert durch zentrale Softwareplattformen, werden diese Plattformanbieter in die Lage versetzt, im Innenverhältnis Produkte und Prozesse zu standardisieren, aber gleichzeitig mittels Partnern individuelle Leistungen anzubieten und Kunden durch funktionale sowie technische Lock-in-Effekte an sich zu binden. Allerdings existieren bislang kaum Abhandlungen darüber, wie solche Unternehmenssoftwareökosysteme gezielt gesteuert werden können oder wie deren Softwareplattformen gestaltet sein müssen, um die Ziele dieser Softwareökosysteme zu erreichen.

Das vorliegende Buch verfolgt die Zielsetzung, diese Forschungslücke zu schließen, indem zunächst relevante Determinanten der erfolgreichen Gestaltung von Unternehmenssoftwareökosystemen identifiziert und darauf aufbauend systematisch Gestaltungsempfehlungen für Softwareplattformen entwickelt werden. Während die Gestaltungsempfehlungen insb. Praktiker in Software- und IT Dienstleistungsunternehmen bei der Gestaltung bzw. Auswahl von Softwareökosystemen und -plattformen als Basis für die eigene Geschäftstätigkeit unterstützen, werden Wissenschaftlern zusätzlich Anknüpfungspunkte für die weitere Forschung im Kontext aufgezeigt.

Den Waschzettel zum Buch kann man WZMautsch downloaden.

Über Feedback freue ich mich sehr!

Forschungsprojekt des CGE: The Emerging Platform Economy

Das Center for Global Enterprise (CGE) hat unter der Leitung der Forscher Peter Evans und William Barnett das Forschungsprojekt „The Emerging Platform Economy“ gestartet. Näheres dazu auf der Projektwebsite. Klingt auf ganz interessant…

Kostenlose Online Kurse (MOOCs) zu den SAP HANA Plattformen in der Cloud

Auf openSAP, der Online-Lernplattform bzw. Massive Open Online Courses-Plattform der SAP gibt es derzeit ein paar interessante Kurse, in denen man die SAP Plattformen in der Cloud, wie beispielsweise die Hana Cloud Plattform (das PaaS-Angebot der SAP) im Detail kennen- bzw. ausprobieren kann. Die Inhalte der Kurse, welche sich an Einsteiger aber auch Fortgeschrittene richten, werden in Form von Videos, begleitenden Folien, aber auch „Hands-On-Trainings“ mit den verschiedenen Werkzeugen der Plattformen vermittelt und anschließend in Form von kleineren Aufgaben und wöchentlichen Tests („Assignments“) abgefragt. Mittels kostenloser Test-Accounts und Entwicklungstools für die Plattformen kann man diese direkt ausprobieren, z.B. kleine Apps für mobile Endgeräte bauen. Darüber hinaus können Fragen in der SAP eigenen SCN-Entwicklercommunity gestellt werden, die zudem der Vernetzung mit anderen Usern (Entwicklern, Entscheidern, Usern, …) dient. M.E. sind diese Kurse ein ganz gutes Angebot, um einen ersten Blick auf die Aktivitäten und Angebote der SAP im Plattform-bzw. PaaS-Umfeld zu werfen. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den Kursen gibt es ein Zertifikat (entweder als „Record of Achievement“ für das erfolgreiche Bestehen der wöchentlichen sowie des abschließenden Tests oder in Form eines „Record of Participation“ für die bloße Teilnahme bzw. das Konsumieren der Inhalte). Ein solcher Zertifikat kann sich z.B. bei Berufsanfängern ganz gut machen – schließlich suchen die Unternehmen im Moment aufgrund von Trends wie der Digitalsierung oder dem Cloud-Computing Mitarbeiter, welche über (erste) Erfahrungen mit den Cloud Plattformen, mobilen Apps usw. verfügen. Ein kleiner Wermutstropfen des Angebots: Leider gibt es die Zertifikate nur, wenn man die Kurse in einem vorgegebenen Zeitrahmen absolviert. Somit ist man zeitlich nicht komplett flexibel. Außerhalb des Zeitraums hat man dann zwar (hoffentlich) das vermittelte Wissen mitgenommen, aber kein Zertifikat als Nachweis…

Ich habe mir die beiden nachfolgenden Kurse angeschaut:

Beide haben mir ganz gut gefallen, wenn man natürlich in einem Online-Kurs nicht alle Inhalte komplett vermitteln kann. Es gibt aber auch weitere Interessante Kurse z.B. zu Trendthemen wie der Digital Transformation / Digitalisierung, zum Internet der Dinge (IoT) oder der Softwareentwicklung für SAP HANA. Schaut einfach mal rein. Eine Übersicht aller Kurse findet Ihr hier:  https://open.sap.com/dashboard

–> Für ein kostenloses Angebot sind die Kurse m.E. sehr gut gemacht, der Besuch lohnt sich!

Mehr Apps für das Amazon fire phone: Mit dem „APK Downloader“ Android Apps aus dem Google Play Store downloaden

Als relativ glücklicher Besitzer eines Amazon fire phone bin ich eigentlich von der Hardware (Geschwindigkeit, Verarbeitung, …) sowie dem Betriebssystem fireOS positiv überrascht. Hatte ich doch im Vorfeld recht viel Negatives darüber gelesen… Mich stört jedoch weiterhin das recht eingeschränkte App-Angebot in Amazons AppStore. Das Angebot komplementärer Apps für Zusatzfunktionen ist für mich immer noch mit entscheidend für den Nutzen eines Smartphones. Daher bin ich derzeit auf der Suche nach alternativen Quellen, um entsprechende Android Apps aus dem Google PlayStore auf mein Amazon fire phone zu bekommen. Siehe hierzu auch mein Beitrag zur Installation des PlayStore auf dem Amazon fire phone. Bei der Suche nach Alternativen bin ich auf den nachfolgenden Dienst bzw. Extension für Google Chrome gestoßen: Den APK Downloader. Er ermöglicht es Euch zu einem Link bzw. einer App aus dem PlayStore eine entsprechende APK herunterzuladen und somit auch die neueste Version einer App auf Euer fire phone zu installieren. Angeblich funktioniert diese Variante auch mit anderen Geräten, wie dem Kindle fire – ich habe es allerdings nicht getestet…

Die Website zum Dienst sagt dazu: „Have you ever wanted to get your hands on the latest game, only to find that the Google Play thought it wasn’t compatible with your phone? Maybe you don’t have a snapdragon device, but youre’re pretty sure an old device could handle it still. Have a Kindle Fire and want access to more than just the Amazon AppStore? Until now you’ve been stuck, but a new online service also come with Chrome extension called APK Downloader will allow you to download an apk file from the Google Play directly to your desktop rather than to your device.“

Um den APK Downloader nutzen zu können benötigt Ihr zwei Dinge:

  • einen Google Account mit dem Ihr Euch im PlayStore anmeldet und Apps usw. herunterladen könnt.
  • Eine so genannte Device ID (GSF ID KEY –  GSF steht für Google Service Framework) Eures Gerätes. Diese könnt Ihr durch das „Wählen“ der nachfolgenden Tastenkombination auslesen:  *#*#TALK#*#* . Anschließend öffnet sich der GTalk Service Monitor in dem Ihr nach einem Eintrag in der Form „Device ID: android-….“ suchen müsst. Hier den Wert OHNE „android-“ notieren und im APK Downloader verwenden.

Anschließend kann der Downloader genutzt werden, um APKs herunterzuladen, auf das firephone zu kopieren (eine Anleitung dazu findet Ihr hier) und anschließend zu installieren…

Eine ganz interessante Lösung, wenn diese Variante des Herunterladen von APKs auch einen Nachteil mit sich bringt: Aktualisierungen von Apps erfolgen auf diese Art und Weise leider nicht automatisch über den Google PlayStore. Hier müsst Ihr wieder einen manuellen Download bspw. auf den APK Downloader starten…

Also: Viel Spaß damit und ich freue mich über Euer Feedback bzw. auch über Hinweise, wie man einfacher/geschickter aber auch legal an Apps aus dem PlayStore kommt… Alternative AppStores wie bspw. Mobogenie werde ich sicherlich auch noch ausprobieren… 🙂 Wie immer gilt: Alles ohne Gewähr!

26 signs you were born and raised in Germany

Einen netten Beitrag über ein paar Besonderheiten „der Deutschen“ gibt es unter: http://matadornetwork.com/life/26-signs-born-raised-germany/ . Wenn ich auch nicht bei allen Themen zustimmen, so musste ich doch ein paar Mal schmunzeln…

WhatsApp für Mac OS X

Seit ein paar Tagen stellt WhatsApp neben der App für verschiedene mobile Betriebssysteme auch eine Webversion seines Messengers bereit. Diese ermöglicht es,  auch am PC/Mac Nachrichten zu schreiben. Allerdings muss man immer eine Browserseite geöffnet haben, um diese Version des Messengers zu nutzen…

Unter http://lifepluslinux.blogspot.in/2015/01/whatsapp-web-desktop-client-for-mac.html gibt es eine App, einen Chrome-Wrapper, welche dieses Problem umgeht und somit WhatsApp als App für Mac OS X anbietet.

Vielleicht gibt es in der Zukunft einen nativen Client, aber bis dahin gar keine so schlechte Alternative…

Übersicht alternativer OneDrive for Business-Clients für Mac OS X

In der Zwischenzeit wird die Qualität des Windows-Clients für OneDrive for Business immer besser. Die anfänglichen Klagen über Synchronisationsfehler (lost updates) bspw. bei zeitnahen Updates verstummen. Leider kommt Microsoft aber noch nicht vollständig in die Pötte und stellt für Office 365- bzw. OneDrive Business-User im Gegensatz zum Onedrive für Privatkunden keinen finalen nativen Client für Mac OS X zur Verfügung. Seit Ende Januar 2015 steht eine Preview-Version des Clients (Beta) zur Verfügung. Allerdings bleibt abzuwarten, wann die finale Version in welcher Qualität erscheint. Da diese Situation für den ein oder anderen Mac Os X Benutzer unbefriedigend ist, habe ich mich nach ein paar Alternativen umgesehen. Dabei konnte ich nachfolgende alternative Clients für den Zugriff auf das OneDrive for Business unter Mac identifizieren:

  • Onedrive for Business-Client von Microsoft: Der zukünftige Microsoft Client für Mac. Dieses Stück Software wird wohl langfristig Sicht DIE offizielle Möglichkeit  sein, wenn man unter Mac OS X auf das OneDrive for Business zugreifen möchte. Da davon auszugehen ist, dass entsprechende Änderungen am Synchronisationsmechanismus (siehe hierzu auch diesen Beitrag) von den OneDrive-Speichern bei Microsoft-Produkten als erstes eingepflegt werden, kann die Nutzung dieses Clients eine gewisse Sicherheit für die Zukunft bieten. Nachteil: Derzeit befindet sich der Client noch im Beta-Stadium. Er funktioniert zwar bereits relativ stabil und stürzt nicht ab, hat jedoch kleinere Probleme bei bestimmten Längen und Sonderzeichen von Dateinamen sowie Dateiendungen wie .swf. Zudem unterstützt der Client naturbedingt im Gegensatz zu Tools wie bspw. Expandrive, nur das Onedrive for Business… Möchte man auch auf Dropbox usw. zugreifen, benötigt man weiterhin Zusatzsoftware. Auch ist das Sychronisieren auf Wechseldatenträger im Moment nicht möglich. Ich synchronisiere z.B. gerne auf eine SD Card im Slot meines MBA – dies erlaubt der Client (zumindest im Moment noch) nicht…
  • Update 20.02.2016: In der Zwischenzeit ist die Möglichkeit gegeben, mit dem im Vergleich zum Onedrive for Business Client stabileren OneDrive Client zu synchronisieren. Diese Variante wähle ich derzeit.
  • Expandrive: Ermöglicht es, neben anderen Cloud-Diensten (Amazon S3, Dropbox, OneDrive, …) das OneDrive for Business bzw. Sharepoint365 als Laufwerk im Finder einzubinden und via Organziational-Login (nicht Office365-Login, dies ist ggf. im Firmenumfeld von Belang) darauf zuzugreifen. Nachteil: Es wird in der Zwischenzeit ein Abo für den Federation-Dienst für Organizational-Logins benötigt. Allerdings gibt es eine zeitlich limitierte Free-Trial-Version zum Testen, welche bei mir Problemlos funktioniert hat. Darüber hinaus ist es auffällig, dass es relativ oft neue Updates gibt, welche neue Features oder Fehlerbereinigungen einpflegen.
  • BeckFish Sync Client for Onedrive for Business: Gibt es über den Apple AppStore. Zwar hat die kostenlose Variante ein Sync-Limit von 100MB, ansonsten scheint BeckFish aber ein guter Workaround für den Zugriff auf das OneDrive Business zu sein. Die Nutzung von ADFS über Office 365 ist seit der Version 1.1 ebenfalls möglich. Leider besteht im Unterschied zu Expandrive nicht die Möglichkeit, das Onedrive for Business im Finder als Laufwerk einzubinden bzw. auf weitere Cloud-Dienste damit einzubinden. Falls eine dieser beiden Funktionalitäten gewünscht sein sollte, ist Expandrive wahrscheinlich die bessere Wahl.
    Update vom 17.01.2015: Leider hat der BeckFish Sync Client derzeit Probleme mit der Synchronisierung von Dateien in langen Ordnernamen bzw. Kombinationen aus Ordner- und Dateinamen. Die Folge ist, dass diese im Unterschied zum Cloud Commander OneDrive Edition nicht vom Onedrive auf den lokalen Rechner synchronisiert werden. M.E. eine ziemliche Einschränkung… Ich halte Euch über Änderungen auf dem Laufenden.
  • Microsoft Document Connection (Office for Mac 2011 Bordmittel): Besitzt keine Offline-Sync-Funktion und nur rudimentäre Funktionalitäten für den direkten Zugriff auf SharePoint (und damit Onedrive for Business-) Bibliotheken.
  • Cloud Commander OneDrive Edition: Erlaubt den Zugriff auf OneDrive und OneDrive Business. Einschränkungen: Keine Einbindung des Onedrive Business in den Finder und der Cloud-Commander, ließ sich bei mir nicht problemlos in Federated ADFS-Szenarien bei Office 365 betreiben. Diese sollten zwar ab Version 3.74 der Vergangenheit angehören – ich habe allerdings weiterhin Probleme damit. Hin und wieder ist darüber hinaus die Stabilität der Synchronisation verbesserungswürdig gewesen (keine Update des lokalen Cache).
  • Colligo briefcase: Soll angeblich auch die Möglichkeit des Zugriffes bieten. Da dieser Client allerdings in der Zwischenzeit Bestand einer größeren Plattformlösung (Colligo Engage platform) ist, auf welche ich keinen Zugriff habe, konnte ich diesen nicht testen.
  • Natürlich besteht auch noch die Möglichkeit des Zugriffs per Browser… über das Office-365-Portal

Schöner wäre natürlich weiterhin eine native Version des Onedrive for Business Clients für Mac OS X von Microsoft… vielleicht mag ja jemand ausser mir Microsoft damit nerven… 😉

Update vom 13.01.2015: Wie in diesem Beitrag angesprochen, hat Microsoft die Harmonisierung der Sync-Engines und neue Clients für Onedrive sowie Onedrive for Business versprochen… schauen wir mal, was daraus wird… 🙂

Update vom 20.02.2016: Wie Anfang 2015 versprochen, ist die Möglichkeit in der Zwischenzeit gegeben: https://support.office.com/en-us/article/Get-started-with-the-OneDrive-for-Business-Next-Generation-Sync-Client-on-Mac-OS-X-d11b9f29-00bb-4172-be39-997da46f913f#BKMK_AlreadySignedIn

Update Ende 2016: In der Zwischenzeit benutze ich den nativen Client von Microsoft sehr gerne. Dieser bietet verhältnissmässig komfortabel die Möglichkeit, auf OneDrive und OneDrive-Business zuzugreifen.

Gerne erweitere ich diese Liste von Clients um weitere – Feedback ist sehr willkommen!